Lisa Spalt

lebt als Institut für poetische Alltagsverbesserung in Linz. Veröffentlicht als solches Arbeiten zum Handeln in Sprache, Bildern und Objekten. Gemeinschaftsproduktionen, u.a. mit Otto Saxinger (Fotografie, Film), Georg Bernsteiner (Zeichnung), MusikerInnen von „Pendler“ bis „Otto von Schirach“ … Langjährige Zusammenarbeit mit Clemens Gadenstätter (Komposition). Bücher zuletzt: „Ameisendelirium“ (Czernin Verlag, 2015), „Die zwei Henriettas. Odyssee“ (Czernin Verlag, 2017). Hörspiele, u.a.: „Dings“ (Regie: Renate Pittroff; ORF 2012). “ Eben ist in der „Edition Kleine Brötchen“ der Titel VOODOO IT YOURSELF! erschienen, das praktische Accessoire für die Hausapotheke.

 

Der Tölpel mit der Feder befleißigt sich der Papageiensprache
„Ich erbaue dieses ‚Ästhetische Institut‘ mit Hilfe einer Methode, die einst als Papageiensprache bezeichnet wurde“, so die Direktorin. „Meine modernisierte Version der Methode gründet sich in der Sorge, dumm zu sein oder dumm dazustehen. Man redet aufgrund dieser ‚wie ein Buch‘. Michel de Montaigne meinte einmal, viele Menschen übermittelten Aussagen, wie dies ein Brief tue: Sie plapperten fremde Sätze nach, ohne zu wissen, was sie bedeuten, ohne zu ahnen, welche Gedanken ihnen zugrunde liegen. Wir schmückten uns mit fremder Rede und wollten nicht zugeben, dass wir sie nicht verstehen. So ungefähr dachten er und auch Leibniz von den Papageien. Nach dem Bild, das sich die beiden Größen von diesen Tieren machten, sind Leute wie ich gemacht.“