Thomas-Theorem

 

Die Ente: „Mrs. Twitter, was raten Sie uns zum Tag?“

Mrs. Twitter: „Nun, heute beschäftigen wir uns am besten mit dem Thomas-Theorem. Ja, das passt besser zu diesem Tag als alles andere. Mr. Trumpel ist Präsident? Handeln wir doch, als stimme das nicht. Die Konsequenzen unseres Handelns werden unsere Ansicht der Situation bestätigen, wenn wir ein bisschen Glück haben, und ein bisschen Glück muss jeder haben, nicht? Also, es geht hier doch auch um Wahrscheinlichkeiten und so.“

Die Ente: „Danke für diesen nützlichen Tipp!“

Keine gehässigen Postings schreiben!

Liebe Leute, schreibt keine gehässigen Postings mehr! Es geht das Gerücht, dass diese auf gewissen Seiten absichtlich provoziert werden, um mehr Klicks zu erreichen und dadurch die Werbeeinnahmen zu steigern. Das so gewonnene Geld wird genau für die Projekte genutzt, die ihr eigentlich verhindern wollt. Also: Surft und – vor allem – schreibt am besten gar nicht mehr, dann passiert es euch nicht, dass ihr euch unabsichtlich für eine gute Sache engagiert! Over and out.

Linz, Bim

In der Straßenbahn tanzte ein junger Mann, kaute rhythmisch an seiner Jause. Er aß beim Tanzen, als sei Letzteres sein Beruf, als beherrsche er das Multitasking. Ich dagegen saß nur so da, mein Körper repräsentierte mein Leben. Ich hatte gerade meine digitale Existenz verloren, aber ich schaute dennoch fröhlich in den heimatlichen Abschnitt des Alls, denn da tanzte dieser junge Mann vor sich hin, und ich sah jetzt, warum mein Blick an ihm picken blieb: Der Junge hatte keine Ohrhörer dran! Die Musik vom Lieblingslabel hatte sich so oft durch seine Neuronen gebohrt, dass er sie noch hörte, auch wenn er sie schon nicht mehr hörte. Und wenn ich es mir recht überlege, bin ich auch immer noch dort, an jenem verlorenen digitalen Ort. Ja, selbst wenn ich mir nie mehr einen Account leisten kann – mein Profil wird in Ewigkeit blinken für dich, Ich bin für dich da, I am your twinkling star, schallalalalaaa.