Pflänzchen Liebe

Stell dir vor, du gehst in einen Gartensupermarkt und kaufst dir dort eine unbekannte Pflanze. Dann pickst du dir per Zufall eine Pflegeanleitung zu einer ganz anderen Pflanze aus einem Gartenbuch raus und wendest die falschen Anweisungen penibelst auf das gekaufte Wesen an. Wenn die Pflanze dann eingeht, sprichst du mit wissender Miene davon, dass sie an psychologischen Problemen gestorben ist, weil die Tatsache, dass du sie falsch gepflegt hast, ihr gezeigt hat, dass du sie nicht liebst: Liebe beruhe, so behauptest du strikt, auf dem Erkennen des / der Geliebten.

Kry, Mimi, kry …

[…] beweist die geheime Gesellschaft für detektierbare, aber nicht mit menschlichen Sinnen wahrnehmbare Phänomene (AFDBNPP), die uns gewiss noch alle ins Grab bringen wird, die Existenz eines Tieres oder vielleicht sogar menschenähnlichen (!) Lebewesens. Es ist auf der Erde zuhause, scheint sehr anpassungsfähig zu sein, bewohnt jedes Habitat, wiewohl noch kein Mensch je bewussten Kontakt mit ihm gehabt hat (außer den Mitgliedern der Gesellschaft für etc.) Das X ist  mit dem Geiger-Zähler erfassbar. Ebenso ist seine Eigenschaft nachgewiesen, auf Eisen abstoßend zu wirken, zumindest fallen Gegenstände aus diesem Metall an ihm runter, als sei Magnetismus eine pure Erfindung irgendwelcher Schreiberlinge, die sich dann bewahrheitet hat. Kann das Wesen aber zum Beispiel in Gefangenschaft gehalten werden? Spuckt es unter Folter Geheimnisse aus? Hat es Angst vor Waterboarding? Könnte es durch diese Angst identifiziert werden? Wir wissen es nicht. Das X zeichnet sich jedenfalls durch die Fähigkeit aus, sich zu bewegen, doch weiß man nicht, ob es Beine besitzt oder besitzen muss, um X zu sein. Andererseits erfahren wir aus dem Artikel, der hier rudimentär wiedergegeben wird (vielleicht ist dies hier der die Fakten rudimentär wiedergebende Artikel), dass X Laute im Infraschallbereich von sich gibt. Und: Es verdaut offensichtlich (unabsichtlich?) Pollen oder Plastikteilchen, irgendwas mit P. Sie fragen sich, warum dieser Vorgang nicht sichtbar ist, wenn das Wesen selbst sich doch der Sichtbarkeit entzieht? Müssten wir dann nicht sehen, was in seinem Inneren vor sich geht? So viel passiert (p), das wir uns nicht erklären können. Ja, dergleichen passiert immer mehr, es muss mithin eine Überpopulation (PP) des Wesens X in Betracht gezogen werden. Jedenfalls aber gilt: Unsichtbar ist nicht transparent. Die beiden Eigenschaften als gleichbedeutend zu betrachten, wäre verfehlt. Ja, es gibt zwei Wörter, zwei Eigenschaften. Man könnte vielleicht sagen: Dieses Lebewesen nimmt jeweils das Aussehen jenes Teils der Umwelt an, den es verdeckt […].

Der Plan

Im Schloss faseln die Kojoten vom Volk. Sie haben gehört, dass sich diese Leute, die ständig blöde Gerüchte über sie in die Welt setzen, vor dem schwarzen Mann ängstigen. Die Kojoten denken, dass man mit solchen Ängsten spielen müsse, man müsste Musik daraus machen, die das Ungeheuer einlullt. Man müsste unbedingt eine ordentliche Blasmusik zum schwarzen Mann bringen und ihm auf diese Weise des Volkes Ernst wegnehmen oder so. Ganz durchdacht ist der Plan noch nicht.