Wurst

Die Menschen von Lenz werden derzeit über Plakate gefragt, ob sie die Wurst immer noch wie gewöhnliche Bürgerinnen mit dem Messer schnitten. Und alle Lenzer und Lenzerinnen, die den Aufruf gelesen haben,  haben diese Frage anscheinend heimlich mit ja beantwortet. Sie sind hingelaufen und haben sich die neue Wurstguillotine gekauft, um sich – wie vom Plakat versprochen – wie Könige und Königinnen fühlen zu können. Sie haben ihre „Rübe“ abgegeben etc.

Grammatikerinnen

Die Expertinnengruppe, an die in unserer Weltstadt viele glauben, ist die der Grammatikerinnen. Alle Einwohner kennen spätestens im Alter von vierzehn Jahren ihre Kategorien von Subjekt und Objekt aus dem Effeff. Allgemein pflegt man allerdings zu denken, so ähnlich wie ein Objekt zu sein. Dennoch hat ab und zu schon eine darauf hingewiesen, dass es doch, wo so viele Objekte seien, auch etwas geben müsse, das einem Subjekt gleichsehe. Man fand aber bisher unter den Bürgerinnen keine Subjekte. Ja, von Zeit zu Zeit beschwert sich  jemand darüber, dass es in diesem Land nur um dritte und vierte Fälle gehe, dass es nur darum gehe, wem gegeben werde, wem etwas angetan werde, dass es immer darum gehe, wen man opfere oder anklage. Aber für solche Überlegungen ist in den Köpfen der Patientinnen in diesem Institut kein Platz. Nichtsdestotrotz sind sie in jeder Sprache außer der hiesigen Schauspielende und daher ganz einfache erste Fälle. Als solche könnten sie – helf’ Gott! – durchaus aufhören zu handeln, diese Hoffnung gäbe es.