Zäune

 

Lange war ich der Meinung: Zäune – pffffft! Aber nun? Ich erzähle Ihnen eine Geschichte dazu: Zogen zwei Damen aufs brandenburgische Land, die liebten einander gar sehr(e) und hatten sich in einer Fortpflanzungsanstalt zwei hübsche Bübchen machen lassen. Auf dem schmutzigen Lande aber liebt man Damen, die einander wie Frösche küssen und auf die örtliche Art der Besamung pfeifen, nicht, und so tat ihnen der Nachbar allerhand zuleide. Ach, siehe: Das, obwohl die Frauen bald erfolgreich das Business einer Aikido-Schule betrieben! Eines Tages beschlossen die beiden Mütter daher, dem Stacheldrahtgehe, welches der Mann anstelle eines Gehirns im Kopfe trug, weil er es mit der Dornenkrone eines anderen Mannes verwechselte, den er als seinen Herrn anbetete etc. – ja, das könnte noch länger so weitergehen, aber ich machs gerne kurz: Es beschlossen die beiden, diesem GEHÖRNGEHEGE ein eigenes aus Stahl und Beton entgegenzustellen. Und höre und staune: Als solcherart die Grenze im Kopf außen realer Stoff geworden, ließ der Mann seine Dornenkrone fahren als wie einen knatternden Furz und wurde alsbald der beste Freund der beiden Prinzessinen, äh, Lesbierinnen, rewind, sagen wir: Die Leute wurden richtig gute Nachbarn, da sie sich besser sehen konnte. Was für eine schöne Geschichte!

Keine Sterne am Revers

Aster, fast Pflaster (auf Mauern oder ähnlichem – zum Beispiel, wenn die Stadt sehr grau wär): Ich will keinen Star aus dir machen. Es fehlt dir glückvoll zum Stern Faktor n und als spanischen Estrella jede Zackigkeit zur Vollendung. Dagegen als Laster, als Rasen, darfst du vergänglichen Glanz zur Nacht des schlichten Weges fügen. Durchfährst mit Strahlenkränzchen, fremdsprachig holpernd, unterm Dunkel die Gasse, dem kommenden Tag applaudierend. So  dürftest du dich zur nachtfeuchten Spur eines alltäglich großen Wagens dich fügen.