IPA

Aktuelle Nachrichten des Instituts für poetische Alltagsverbesserung (IPA*)

*Das IPA ist eine Institution, die sich vornehmlich der Möglichkeitsarchäologie widmet. Mit dieser will es** zum Kern der Welt, den es in der Erdichtung vermutet, vordringen, anstatt wie viele seiner Vorgänger nach der Wahrheit zu suchen, die uns immer wieder auf der Müllkippe hinter den Dingen stranden ließ. Scheinbar zufällig fördert das IPA mit seiner Tätigkeit bessere Versionen unserer so genannten Wirklichkeit zutage, die ganz im Trend einer allumfassenden Optimierung liegen.

** „Das Institut bin ich“, sprach die Institutsdirektorin, „also der Roman, der hier entsteht.“

Die Hand der Institutsdirektorin nach der Umspannung des Farbbandes an der ERIKA 5, auf der die Etiketten der Merchandising-Produkte des Instituts gefertigt werden.

 

++++ SERVICE: Die Traum-Tüte für sie und ihn ++++

Dass Erinnerungen sich verändern, aber auch mit Absicht verändert, ja sogar implementiert werden können, ist bekannt. Warum sollten Sie sich mit unerfreulichen Ereignissen Ihrer Vergangenheit oder Erinnerungen an Albträume quälen? Lassen Sie Ihre schlimmsten Stunden beim Institut für poetische Alltagsverbesserung in lichte Momente umschreiben, mit denen Sie in Zukunft viel Freude haben werden.

Ihnen entfällt vieles? Wir schreiben Ihnen Erinnerungen, die besser als die Originale sind.

Die Erinnerung der Zukunft kommt aus dem Hause IPA.

Hier können Sie gleich eine Mail an das IPA schicken : Kontakt IPA

Traumverbesserungen werden in Traum-Tüten versandt. Enthalten sind jeweils auch zwei Fotos, mit deren Hilfe Sie lernen können, sich an die verbesserte Traumversion  zu „erinnern“.

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Die vom IPA kuratierte Wanderausstellung (aufgrund ständiger Projekt-Schwangerschaft unangenehm demonstrativ am Leibe der Personifikation des Instituts herumgeschleppt) zeigt derzeit ein ganz besonderes Objekt. Eine Datierung weist das Köfferchen, über dessen Herkunft sich das IPA wohlweislich ausschweigt, nicht auf, aber zumindest eine Beschriftung, denn sonst wüsste man ja nicht, dass es sich da um etwas handelt, das fast so wichtig ist wie Kunst, nicht wahr? Also dieser quasi-fast-künstlerische, aber wegen besserer Verkaufbarkeit simuliert-wissenschaftliche Beipackzettel behauptet, es handle sich bei dem Gebilde um ein „[m]angelhaft erhaltenes Exemplar der Notplastinierung eines so genannten Ameisenkuchens, leider wolkig geworden durch die Wechselwirkung des Plastinierungsmaterials mit einer unbekannten Substanz (Baumharz??? Eine Bestätigung würde die Hypothese stützen, dass Ameisenkuchen als Abwehr-Absonderung von Bäumen gegen die Besiedelung mit Formica rufa entstehen [s. Lehrfilm „CODA“, O. Saxinger 2017]).“

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Aluhüte für jeden Kopf – bestellen Sie beim IPA!

AMTLICH: Großauftrag für das Institut für poetische Alltagsverbesserung. Die Angestellten des Instituts – letzteres personifiziert von mir – wurden von offizieller Seite dazu aufgefordert, Aluhüte für jeden modischen Geschmack zu fertigen, um die Bevölkerung vor CHEMTRAILS zu schützen. Da sind wir also, wir Feschenerzeugerinnen. Oder sie sind wir, die jungen Frauen mit den kleinen braunen Händen aus Indien, denen wir den Auftrag weitergegeben haben. Sie identifizieren sich mit mir, ihrem Unternehmen. Die Hände aus Indien sind nämlich billiger, die können sie sich leisten. Die robusteren  haben wir aufgekauft, sie sind zum Arbeiten zu schade. Für die Dauer dieses Welttheaters sind daher die Inderinnen ich, oder wir sind wir, wir erzeugen, wie gesagt, die Feschen, indem wir ihnen mit Hilfe von Aluhüten Geld abknöpfen. Die Braunen, die aber die Hüte unbedingt brauchen, damit sie groß genug scheinen, ein politisches Amt antreten zu dürfen, tun etwas, dass ich einfach ich sein kann: Weil das Institut keine Fertigungsabteilung für Hüte besitzt, werden die Erzeugnisse in unbezahlter Heimarbeit als eine Art Rollenprosa von mir hergestellt.