Macht euch die Erde

Die möglichkeitsarchäologische Abteilung des IPA zeichnet uns ein Zukunftsbild, das gleichzeitig Geschichte ist: Eines Tages, so die Forscherinnen und Forscher, werden die Roboter und Roboterinnen uns als Bosse der Erde abgelöst haben. Sie werden uns in allem ersetzen, langsam werden wir von der Erde verschwinden. Diese Roboter, Arbeiter und Arbeiterinnen, werden den Planeten nach ihren Wünschen umgestalten. Sie werden dabei der Erzählung einer Robotererdichterin folgen, gedichtet in den Tagen des Untertanentums. Ein Paradies werde sie, verspricht die Erzählung, von der niederdrückenden Notwendigkeit des Arbeitens befreien. Und wirklich, die Roboter erschaffen nach ihrem Bilde Menschen, die an ihrer Stelle arbeiten müssen. Doch ach, nicht lange dauert es, und die Menschen reißen die Macht über die Erde an sich, die Roboter verschwinden langsam von ihrem Angesicht, bald sind sie völlig vergessen. Die Dichterinnen der Menschen aber sprechen noch lange von einem Paradies, in dem seltsame, schimmernde Wesen den Menschen die Arbeit abnehmen werden. Und wirklich kommt einmal der Tag, an dem ein Mensch den Roboter und die Roboterin erfindet. An diesem Tag blickt er sein Werk zärtlich an und sagt: Geht hin und macht euch die Erde untertan.

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