Manisoft

Absolut unzulängliches und wahrscheinlich mangelhaft wiedergegebenes

Manisoft des Psittacismus, Version Nr. 4


  1. Das Wort „Psittacismus“ stammt von griechisch „psittacos“ für „Papagei“. Der Psittacismus ist ein Sprechen ohne Verständnis der Worte bzw. ein verständnisloses Wiederholen der Worte anderer.
  2. Das Manisoft des Psittacismus ist so ungefähr eine Annäherung an etwas, das wir gerne ein bisschen beschreiben würden. Es wird aber ziemlich sicher noch öfter verändert werden.
  3. Zunächst gibt es in der Welt der Psittacistin wahrscheinlich kein Alles und kein Nichts, ganz sicher ist das aber eigentlich nicht.
  4. Die Psittacistin nimmt nicht wenig ein bisschen ernst.
  5. Sie phantasiert in Anerkennung der Hypothese, dass der Mensch die Natur sein könnte, welche von der Natur nicht unbedingt etwas versteht, dass der Mensch die Natur sein könnte, welche von der Natur, die er ist, nicht wirklich verstanden wird.
  6. Die Psittacistin versteht also eventuell herzlich wenig. Ihr Leitspruch: «Scio me parvum scire», manchmal auch kolportiert als «Fortasse scio me parvum scire.»
  7. Obwohl die Psittacistin kaum etwas durchschaut, muss sie sich dennoch zumindest in Ansätzen zu Teilen des Lebens verhalten. Dieser Umstand, den sie unvollständig erkennt, beunruhigt sie einigermaßen.
  8. Die Psittacistin möchte durchaus irgendetwas ein bisschen verbessern. Sie sucht daher nach halbwegs passenden Werten und tappt im Zuge dessen nicht selten leicht orientierungslos herum.
  9. Die Psittacistin spricht übrigens zuweilen schon recht früh unabsichtlich oder hobbymäßig am Leben vorbei. Später wird sie dieses Manko zum Teilzeitjob machen, um zumindest ein wenig von ihrer Unfähigkeit zu profitieren. Sie hat dann allerdings aufgrund ihrer mangelhaften Professionalisierung die Tendenz, Kleinigkeiten überzubetonen, weil sie kaum ahnt, dass es sich bei den Kleinigkeiten um solche handeln könnte.